Schulsanitätsdienst in der Bergschule hat begonnen

Helfende Hände in der Bergschule Waldstetten

Einen „großen Bahnhof“ gab es zum Start des neu gegründeten Schulsanitätsdienstes in der Bergschule Waldstetten. Bürgermeister Michael Rembold besuchte die Schule ebenso wie Renate Simblet von der AOK Gesundheitskasse, Markus Hofele vom Fotostudio Schnappschuss in Waldstetten und den Vertreter des Deutschen Roten Kreuzes. Sie alle trafen sich zusammen mit Rektor Wolfgang Göser, Konrektorin Monika Klette und Manfred Treuter, dem Klassenlehrer der ausgebildeten Schüler, an der Bergschule, um gemeinsam mit den in Erster Hilfe ausgebildeten Schülern den Sanitätsdienst offiziell zu starten.

Vorausgegangen war eine umfassende Erste Hilfe Ausbildung der achten Klassen durch Helmut Reiter, Ausbilder beim DRK Schwäbisch Gmünd und gleichzeitig Bereitschaftsleiter beim ortsansässigen DRK in Waldstetten. Rektor Wolfgang Göser betonte in seiner Ansprache, dass sich das Motto „Lernen fürs Leben“ nicht nur auf den Wissenserwerb in der Schule beschränkt, sondern sich auch im Umgang mit seinen Mitschülern oder in der Freizeit niederschlägt. An einem selbst erlebten Beispiel verdeutlichte er die Wichtigkeit helfen zu können Renate Simblet von der AOK Gesundheitskasse bestätigte diese Aussage. Sie erläuterte die Kooperation zwischen dem Deutschen Roten Kreuz und der AOK Gesundheitskasse, die sich mit der Unterstützung bei den Erste Hilfe Ausbildungen des DRK an Kindergärten und Schulen intensiv dem Thema Prävention annimmt. Sie hob hervor, dass den Schulsanitätern ihr Engagement für andere mehrfach wieder zu Gute kommt: Zunächst als Ausbildungsnachweis beim Führerscheinerwerb; später als Türöffner bei Bewerbungen.

Als starkes Zeichen bewertete Bürgermeister Rembold das Engagement der Schüler in Zusammenarbeit mit dem DRK. „Hier wurden generationenübergreifende Netzwerke geknüpft, an denen alle gemeinsam an einem Strang ziehen. Dieser Einsatz ist auch für die Schüler der kommenden Klassen vorbildhaft“ lobte das Gemeindeoberhaupt den Einsatz der Schüler. Ein großes Lob kommt dabei auch dem Klassenlehrer, Manfred Treuter zu, der die Schüler auf ihrem Weg als Schulsanitäter begleitet. „Mein Engagement ist nicht uneigennützig. Wer in meinem Alter diese Truppe täglich sechs Stunden unterrichtet, tut gut daran dafür zu sorgen, dass sie im Notfall ordentlich Erste Hilfe leisten kann“ so lautete der Kommentar des Klassenlehrers mit einem schelmischen Augenzwinkern zu seinen Schülern hin.

Martin Ehmann, der Vorsitzende des DRK Ortsvereins Waldstetten erläuterte die weiteren Fortbildungen, die mit den frisch gebackenen Schulsanitätern vorgesehen sind. Darin sind Besuche im Krankenhaus, bei der Polizei und bei der Einsatzleitstelle ebenso vorgesehen wie Wasserrettung im Freibad. Dabei legen die DRK-Ausbilder großen Wert darauf, dass neben der Fortbildung der Spaß nicht zu kurz kommt. „Wir möchten die Mädels und Jungs schließlich für die gute Sache begeistern und wer weiß, vielleicht bekommt der eine oder andere Lust darauf im Jugendrotkreuz mitzuwirken“ erklärt Martin Ehmann.

Damit die Schulsanitäter zusätzlich zu ihrer umfassenden Erste Hilfe Ausbildung das notwendige Rüstzeug zum Helfen haben übergab Renate Simblet von der AOK Gesundheitskasse eine gut gefüllte Schulsanitätstasche. Markus Hofele vom Fotostudio Schnappschuss, selbst Vater von zwei Kindern, die diese Schule besuchen, fand diese Aktion so klasse, dass er spontan Rettungsdecken und Warnwesten für den Schulsanitätsdienst beisteuerte.

Ihre ersten offiziellen Auftritt werden die Schulsanitäter bei der Aktion „Ostalb läuft“ und bei den Bundesjugendspielen bekommen. Künftig werden jährlich alle achten Klassen der Bergschule in Erster Hilfe ausgebildet werden, aus deren ausgebildeten Schülern sich dann wieder neue Schulsanitäter rekrutieren. Darüber hinaus ist Ende Juni eine Erste Hilfe Ausbildung für alle Lehrkräfte der Bergschule in Waldstetten geplant. Ein beispielgebendes Vorbild, das hoffentlich zum Nachahmen anregt.