Interessante Fakten und Informationen zu unserem Körper und unserer Gesundheit

Lunge - Teil 2: Krankheiten, die in der Lunge entstehen können

COPD (chronisch-obstruktive Lungenerkrankung)
COPD ist eine chronische Krankheit der Lunge, bei der sich die Atemwege zunehmend verengen. Diese entwickelt sich entweder aus einer chronischen Bronchitis oder einem Lungenemphysem. Symptome von COPD sind Atemnot, Husten und Auswurf. Schadstoffe wie Zigarettenrauch, Gifte, Gase oder auch Feinstaub auf lange Dauer schädigen die Schleimhaut der Bronchien. Es wird zu viel zähflüssiger Schleim gebildet, der nicht mehr richtig abtransportiert werden kann und sich dann absetzt. Somit entsteht nach längerer Zeit eine Gewebeveränderung, bei der die Bronchien verengt werden. Durch die Verengung kommt der Sauerstoff nicht mehr so gut durch. Dadurch dauert es länger, bis er in den Lungenbläschen ankommt. Der Gasaustausch dauert länger und den Betroffenen fällt es schwerer zu atmen. Medikamente können die Symptome und Beschwerden verbessern, aber COPD ist nicht komplett heilbar.

Hyperventilation
Unter einer Hyperventilation versteht man eine beschleunigte und vertiefte Atmung, die zu einer vermehrten Ausatmung von Kohlendioxid führt. Diese kann durch Stress, Aufregung, Angst… ausgelöst werden. Die betroffene Person hat dann zu viel Sauerstoff im Körper und dadurch steigt der Blut-pH-Wert. Somit sinkt der Kaliumspiegel und es entstehen ein Kribbeln oder auch Muskelkrämpfe in den Händen. Die Muskelkrämpfe kommen auch daher, da man durch das vermehrte Ausatmen die Muskeln stark anspannt. Meistens haben die Betroffenen Angst zu ersticken, wodurch sie noch mehr in Panik geraten. Es ist dann sehr wichtig, diese zu beruhigen. Eine Hilfestellung ist es, wenn man dann in eine Tüte atmet. Somit atmet man die Luft wieder ein, die man ausgeatmet hat. Die Luft in der Tüte hat einen hohen Anteil von Kohlendioxid. Dadurch gleicht sich im Körper der zu hohe Sauerstoffanteil wieder aus.

Lungenpneumonie (Lungenentzündung)
Hierbei handelt es sich um eine infektiöse Entzündung der Lunge. Eine Pneumonie kann durch Bakterien, Viren oder auch chemische Stoffe entstehen. Es gibt verschiedene Arten von dieser Erkrankung. Die typische bakterielle Lungenpneumonie wird oft durch Pneumokokken ausgelöst und betrifft dann in der Regel einen Lungenlappen. Diese Form verläuft mit plötzlich hohem Fieber, Husten und einem schweren Krankheitsgefühl. Sogenannte atypische Pneumonien werden meist durch Viren oder Bakterien verursacht. Sie verlaufen deutlich milder und eher schleichend. Symptome sind leichtes Fieber, trockener Reizhusten und ein mäßiges Krankheitsgefühl. Die Entzündung betrifft hier die Gewebszwischenräume zwischen den Lungenbläschen. In der Regel dauert eine Lungenentzündung mindestens drei Wochen und sollte nicht zu locker gesehen werden.
Pneumokokken werden wie bei einer Erkältung durch die Tröpfcheninfektion, das heißt meist durch Husten oder Niesen, übertragen. Sie sind vor allem dann gefährlich, wenn das Immunsystem ohnehin geschwächt ist, zum Beispiel infolge einer Viruserkrankung oder durch chronische Erkrankungen.

Lungenödem
Bei einem Lungenödem kommt es zu einer Ansammlung von Flüssigkeit im Gewebe zwischen den Lungenbläschen und/ oder in den Lungenbläschen. Die häufigste Ursache ist eine Linksherzinsuffizienz. Durch die beeinträchtigte Funktion der linken Herzkammer verlangsamt sich der Blutfluss, das Blut staut sich in den Lungenkreislauf zurück und der Druck in der Lunge steigt. Irgendwann kommt dann Flüssigkeit in die Lungenbläschen. Bei Bergsteigern in großen Höhen kann aber ebenfalls ein Lungenödem vorkommen. Durch den zunehmenden Sauerstoffmangel ziehen sich die Blutgefäße in der Lunge zusammen. Somit steigt der Druck in den Gefäßen an und es kommt zum Austritt von Flüssigkeit in die Lungenbläschen. Symptome sind anfangs Unruhe mit Husten und beginnender Atemnot. Tritt Flüssigkeit in die Lungenbläschen, nehmen Unruhe und Atemnot zu, die betroffene Person wird langsam blass und kaltschweißig. Hier sollte man so schnell wie es geht ins Krankenhaus.

Lungenembolie
Wenn sich ein Thrombus aus den tiefen Bein- oder Beckenvenen löst, gelangt er über den Körperkreislauf in die rechte Herzkammer und schließlich in den Lungenkreislauf. Dort verschließt der Thrombus eine oder mehrere Lungenarterien. Somit staut sich irgendwann das Blut, das vom Herzen zur Lunge transportiert wird. Infolge der schlechteren Blutzufuhr zur Lunge ist auch der Gasaustausch in den betroffenen Lungenbereichen eingeschränkt. Das Blut bekommt dann nicht ausreichend Sauerstoff und dadurch wird der ganze Körper mit zu wenig Sauerstoff versorgt. Wenn infolge einer Embolie Lungengewebe abstirbt, weil die Blutzufuhr komplett unterbrochen ist, spricht man von einem Lungeninfarkt. Meistens kommt zu der Lungenembolie noch eine Rechtsherzinsuffizienz dazu, da sich das Blut zurück ins Herz staut.

Mukoviszidose
Dabei handelt es sich um eine angeborene Stoffwechselerkrankung. Körperflüssigkeiten sind viel zäher als üblich. Das führt zu Atemproblemen aber auch zu Verdauungsstörungen. Der zähe Schleim verstopft die Bronchien ähnlich wie bei COPD. Dadurch fällt den betroffenen die Atmung ebenfalls schwerer. Meistens tauchen die ersten Symptome in der Lunge und im Verdauungstrankt auf. Im Verlauf der Krankheit können aber auch in anderen Organen Probleme auftreten, da sie immer schlechter arbeiten können. Eine Therapie kann die Beschwerden etwas verbessern. Gefährlich wird es dann aber, wenn der zähe Schleim die Bronchien ganz verstopfen sollte. Dann können die Patienten im Extremfall sogar ersticken. Mukoviszidose ist noch nicht heilbar.


Lunge - Teil 1

Durch Corona ist die Lunge ein präsenteres Thema geworden. In Teil 1 folgen allgemeine Informationen und wie die Coronaviren sich in der Lunge ausbreiten.

Die Aufgabe der Lunge ist der Gasaustausch zwischen Atemluft und Blut. Außerdem ist die Lunge daran beteiligt, den pH-Wert des Blutes konstant zu halten.
Die Lunge ist wie folgt aufgebaut: Sie besteht aus dem rechten und linken Lungenflügel. Der rechte gliedert sich in drei Lungenlappen und der linke nur in zwei, da an dieser Stelle noch das Herz liegt. Die kleinste Einheit der Lunge sind die Lungenbläschen (Alveolen). Sie sind von einem dichten Netz aus Blutgefäßen (Kapillaren) umgeben. Hier findet der Gasaustausch statt.

Gasaustausch
Die Zellen im Körper geben Kohlendioxid an das Blut ab. Das sauerstoffarme Blut fließt dann zum Herz. Von hier kommt es direkt weiter zur Lunge. Dort wird das Kohlendioxid in den Lungenbläschen abgegeben und Sauerstoff gelangt von hier in das Blut. Es wird sozusagen getauscht. Sauerstoffreiches Blut fließt dann von der Lunge zurück zum Herz und kommt dann in den Körperkreislauf. Dort wird der Sauerstoff an die Zellen abgegeben und Kohlendioxid wieder aufgenommen. Somit beginnt der Kreislauf wieder von neuem. Das Kohlendioxid, das die Lunge somit aufnimmt, atmen wir bei jedem Atemzug aus. Beim Einatmen kommt frischer Sauerstoff in die Lunge, der beim Gasaustausch an das Blut abgegeben wird. Wenn wir einatmen, atmen wir ca. 21 % Sauerstoff; 0,04 % Kohlendioxid und 78 % Stickstoff ein. Beim Ausatmen atmen wir ca. 17 % Sauerstoff, 4 % Kohlendioxid und 78 % Stickstoff aus.
Säuglinge atmen 40 bis 45 mal in der Minute, Kinder 12 bis 30 mal, Erwachsene 14 bis 16 mal.

Interessantes über unsere Lunge
Die Lunge ist ein sehr außergewöhnliches Organ. Es ist sogar möglich, mit nur einem Lungenflügel zu leben.
Durch Infektionen, Bakterien, Viren, Zigarettenrauch aber auch Abgase von Industrie und Verkehr wird unsere Lunge geschädigt. Dadurch wird aber ihr Potenzial gefordert, sich selber zu regenerieren. Die Bildung von neuen Zellen erfolgt zum Teil durch Teilung und Vermehrung von verbliebenen und unbeschädigten Zellen. Somit regeneriert sich die Lunge zum Teil selbst und kann verletztes Lungengewebe ersetzten. Dies funktioniert aber nur eingeschränkt.

Corona und die Lunge
Die Coronaviren sind für die Lunge sehr aggressiv. Sie setzten sich nicht nur an einer Stelle fest, sondern sie sind sehr verteilt. Somit gibt es gesunde Abschnitte und eingestreute, kranke Abschnitte, bei denen sich das Gewebe verändert hat. Es weist weiße Einsprengsel auf, die entzündet sind. Von Ärzten wird es auch als Milchglasmuster benannt.
Wenn die Corona-Infektion länger dauert und die Entzündungen im Gewebe nicht so schnell wieder abgebaut werden, kann es dazu kommen, dass sich Narbengewebe in der Lunge bildet. Diese Schäden lösen dann Atembeschwerden aus und führen zu langfristigeren Lungenschäden. Sogar bei Covid-Erkrankten, ohne Symptome einer schwereren Erkältung, entstehen diese Veränderungen in der Lunge. Wie sehr sich dieses Milchglasmuster verbreitet, ist von Person zu Person anders. Bei einer ausgebrochenen Corona-Infektion kann es sein, dass der Test noch negativ ist, der Befall aber schon auf einem CT sichtbar ist.
Für die Lunge ist die Covid-Erkrankung so schwerwiegend, da die Viren Rezeptoren in der Lunge blockieren können und somit zu viel Flüssigkeit hergestellt wird. Diese geht dann über das Gewebe weiter in die Lungenbläschen - dorthin, wo der Gasaustausch stattfindet und diesen somit gefährdet. Bei einer normalen Lungenentzündung sammelt sich ebenfalls Flüssigkeit in der Lunge an. Die Gefäße sind bei der Corona-Infektion stärker geweitet und nehmen dadurch mehr Blut auf. Dadurch wird die Lunge nicht mehr gleichmäßig durchblutet und die gesunden Abschnitte können den Sauerstoffverlust nicht richtig ausgleichen. Deshalb fällt es einigen Betroffenen schwerer zu atmen, weshalb sie auf das Beatmungsgerät angewiesen sind.

 


Wiederholung Erste Hilfe: Maßnahmen zur Wiederbelebung

Wenn man auf eine hilflose Person trifft, muss zuerst das Bewusstsein kontrolliert werden. Ist die Person nicht bei Bewusstsein, atmet aber noch, dann muss die stabile Seitenlage hergestellt werden. Somit ist sichergestellt, dass, falls die Person erbrechen sollte, sich nicht daran verschluckt und stirbt. Bei einem Betroffenen, der auch nicht mehr atmet, muss reanimiert werden. Es sollte genau sichergestellt sein, dass die Person nicht atmet. Anschließend sollte man sie auf einen harten Untergrund bringen, damit die Reanimation richtig durchgeführt werden kann. Anschließend sollte man um Hilfe rufen, falls andere Leute in der Nähe sind. Ist das nicht der Fall, macht es Sinn, direkt den Rettungsdienst (112) anzurufen. Im Anschluss muss man den Oberkörper frei machen, sonst hat man keinen guten Halt bei der Herz-Druck-Massage. Diese muss man dann 30-mal durchführen und danach zweimal die betroffene Person beatmen. Diesen Vorgang sollte man so oft wiederholen, bis der Rettungsdienst da ist oder man von jemand anderem abgelöst werden kann.

Wenn ein Defibrillator zur Verfügung steht, muss der Betroffene auf trockenem Boden liegen. Die Herz-Druck-Massage und Beatmung müssen schon durchgeführt worden sein. Dann wird der Defibrillator geöffnet, die Elektropads an den vorgesehenen Stellen aufgeklebt und anschließend folgt man den Anweisungen des Defibrillators. Wenn dieser analysiert oder der Schock ausgelöst werden muss, darf die betroffenen Person nicht berührt werden.

Im Folgenden werden ein paar Verbandsmethoden erklärt:

Verletzungen des Bewegungsapparats: Bei Sportverletzungen kann man sich Verletzungen von Bändern, Muskeln und Sehnen, wie beispielsweise Verstauchungen zuziehen. Danach sollte man Folgendes beachten. Sportaktivitäten und andere Bewegungen sollten sofort eingestellt werden. Anschließend folgt die Kühlung der verletzten Stelle, beispielsweise des Sprunggelenks. Dabei muss beachtet werden, dass Kühlpacks niemals direkt auf die Haut kommen dürfen, da dort sonst Gewebeschäden entstehen können. Deshalb muss unter den Kühlpack etwas gelegt oder dieser in ein Tuch eingewickelt werden. Im Anschluss wird, in diesem Fall das Sprunggelenk, mit einem Verband locker verbunden. In diesen Verband könnte der Kühlpack auch miteingebunden werden. Am Schluss sollte man die verletzte Körperregion umpolstern und hochlagern.

Wundversorgung bei Verbrennungen: Brandwunden werden keimfrei und mit einem lockeren Verband verbunden. Wichtig zu beachten ist, dass Kleidung, die in der Wunde ist, NICHT entfernt wird. Durch das Entfernen könnte die Haut noch weiter aufgerissen werden und eventuell verdeckt die Kleidung die Wunde etwas, wodurch Keime nicht so einfach eindringen können. Es sollten auch keine Salben bei größeren Wunden aufgetragen werden. Bei einer Kühlung der Verletzung darf nicht zu kalt gekühlt werden. Sind schlimme Verbrennungen aufgetreten, muss trotzdem darauf geachtet werden, dass der Betroffene genug Wärme bekommt. Da der Körper durch die großflächigen Hautdefekte sowie einen Schock, der teilweise auftreten könnte, Wärme verliert und sonst auskühlt.

Druckverband: Bei starken Blutungen sollte ein Druckverband angelegt werden. Dabei sollte zuerst weiter oben am Körper das Blut abgedrückt werden, damit weniger Blut zur Austrittsstelle kommt. Die Wunde selber wird dann mit einer sterilen Wundauflage abgedeckt. Anschließend wickelt man einen Verband ein paarmal um die Wundauflage. Danach wird ein elastisches Druckpolster, beispielsweise ein anderes Verbandspäckchen, an der Stelle der Wunde aufgelegt. Der Verband wird dann auch um dieses Druckpolster herumgewickelt. Hier kann man dann etwas auf Zug arbeiten, somit wird verhindert, dass weiteres Blut austritt. Bei starken Blutungen kann es aber auch sein, dass der Druckverband nach einer gewissen Zeit wieder gewechselt werden muss.

 


Rückenschmerzen

Jeder hat mal Rückenschmerzen, durch Homeoffice vielleicht auch öfter als früher. Oft steckt nicht viel dahinter, aber dauerhafte Rückenschmerzen können vieles im Alltag erschweren. Manchmal strahlen die Schmerzen auch in Arme oder Beine aus und erschweren es, den Ausgangspunkt genau zu definieren. Generell lässt sich der Rücken in verschiedene Bereiche aufteilen, wo die Beschwerden auftreten können. Es ist aber auch durchaus möglich, dass der ganze Rücken betroffen ist.

Es wird unterschieden zwischen spezifischen und unspezifischen Rückenschmerzen. Spezifische Rückenschmerzen haben eine klare Ursache. Sie entstehen beispielsweise bei Unfällen, Stürzen oder auch durch Infektionen. Die unspezifischen Beschwerden haben nicht so eine Ursache. Auf einem Röntgenbild oder bei einem MRT kann ein Arzt meistens keine Schäden erkennen. Die Schmerzen kommen und verschwinden meistens nach einer Zeit.

Der Rücken mit seiner Wirbelsäule wird in verschiedene Bereiche unterteilt, in denen verschiedene Beschwerden auftreten können. Insgesamt verfügt die Wirbelsäule über 24 knöcherne freie Wirbel. In einem Hohlraum dieser Wirbel verläuft das Rückenmark mit Nervenfasern. Die sind sehr wichtig für den Informationsaustausch mit dem Gehirn. Die Bandscheiben sitzen zwischen den Wirbelkörpern. Sie sind unter anderem für den Transport von Abfallstoffen verantwortlich. Dafür brauchen sie ausreichend Bewegung, denn nur so können sie sich regelmäßig entlasten und arbeiten. Bei zu wenig Bewegung oder zu langem Sitzen werden die Bandscheiben zusammengedrückt und können sich auf Dauer auch verformen. So kann ein Bandscheibenvorfall entstehen. Deshalb sollte man sich auch bei viel Arbeit am Computer immer mal bewegen.

In den folgenden Bereichen der Wirbelsäule können folgende Beschwerden auftreten:

Bereich der Halswirbelsäule (7 Wirbel)

- Bandscheibenvorfall: Die verrutschte Bandscheibe drückt auf die am Rückenmark entspringenden Nerven und verursacht somit Schmerzen.

- Muskelverspannung im Nacken oder auch bis zur Schulter

- Blockade oder Verspannung im obersten Wirbel der Wirbelsäule (Atlaswirbel), oft auch mit Kopf- oder Kieferschmerzen

Bereich der Brustwirbelsäule (12 Wirbel)

- Verspannungen

- Buckel: durch Verkrümmung der oberen Wirbelsäule

- Bereich der Lendenwirbelsäule bzw. im unteren Bereich des Rückens (5 Wirbel)

- Hexenschuss: Die Muskeln verspannen sich durch eine falsche oder ruckartige Bewegung. Eine zu starke Überbelastung kann ebenfalls zu einem Hexenschuss führen.

- Hohlkreuz: Eine Wirbelsäulenverkrümmung, die meistens durch eine falsche Haltung entsteht, die Muskeln sind dabei überspannt.

- Schmerzen am Steißbein

Ganzer Rücken

- Arthrose: Durch eine Abnutzung von den Wirbelgelenken entstehen die Beschwerden.

- Bandscheibenvorfall

- Osteoporose: Abbau von Knochen

- Skoliose: Fehlhaltung der Wirbelsäule

Wichtig ist also, dass man oft in Bewegung bleibt, um unspezifische Rückenschmerzen zu verhindern. Wenn leichte Beschwerden auftreten, kann man mit Dehnübungen etwas dagegenwirken. Man sollte sich nicht unbedingt schonen, da manche Schmerzen erst durch solche Entlastungen entstehen können.

 


Psychische Erkrankungen

Durch die Corona-Pandemie leiden mehr Menschen unter psychischen Erkrankungen.  Der Lockdown und die Isolation zu anderen sind langfristig nicht gut für unsere Psyche und dadurch sind wir anfälliger für solche Krankheiten. Belastungen, Probleme oder persönlicher Leidensdruck können verschiedene Arten von Psychische Erkrankungen auslösen.

Jede zweite Person, aus Deutschland, erkrankt in ihrem Leben mindestens einmal an einer psychischen Krankheit. Es kann jeden treffen, egal welches Alter oder Geschlecht. Wie stark sich die Krankheit entwickelt oder wie lange sie anhält, ist bei jedem anders. Es ist zwar ein sensibles Thema, aber umso wichtiger, sich damit auseinanderzusetzten. Von der Gesellschaft werden diese Krankheiten meistens nicht so verständlich aufgenommen wie körperliche Krankheiten, also ein gebrochenes Bein beispielsweise. Gerade aus diesem Grund werden psychische Erkrankungen oft sehr spät erkannt, weil sie vom Betroffenen weniger angenommen werden. Außerdem weiß man über körperliche Krankheiten auch schon viel mehr als über Psychische.

Depressionen
Diese Erkrankung ist auf jeden Fall bekannt. Menschen entwickeln Symptome wie Lustlosigkeit, Motivationslosigkeit, Schlafstörungen, Isolierung von Menschen, Angst und noch viele mehr. Ein wohl großer Verlust, den die Betroffenen haben, ist die Ausgrenzung von anderen Menschen und Verluste der eigenen Identität. Die verschiedenen Formen verlaufen jeweils unterschiedlich stark. Es gibt beispielsweise die Bipolare-, Unipolare- und saisonal abhängige Depression. Aber auch in der Schwangerschaft kann diese Krankheit auftreten.

Zwangsstörungen
Betroffene haben einen schwer kontrollierbaren Drang, bestimmte Sachen zu denken oder zu tun. Wenn sie versuchen, diese zu unterdrücken, entwickeln sie noch größerer Ängste. Man unterscheidet zwischen Zwangshandlungen und Zwangsgedanken. Bei einem Putz-, Ordnungs- oder Wiederholungszwang handelt es sich um eine Zwangshandlung. Betroffenen haben meistens ein langanhaltendes Ritual, das sie oft auch wiederholen. Zwangsgedanken führen oft dazu, dass Menschen diese auch umsetzen. Man entwickelt Gedanken wie aufdringliche und beängstigende Ideen oder aggressive Inhalte. Oft kann man auch nicht mehr gezielt eine Entscheidung treffen und verfällt in einen Grübelzwang.

Essstörungen - Binge Eating Disorder
Bei Essstörungen sind Magersucht und Bulimie sehr bekannt. Das Binge Eating Disorder ist ebenfalls eine Form, die oft auftritt, aber in der Gesellschaft nicht so vertraut ist. Es ist normal bei dieser Erkrankung, große Mengen an Nahrungsmitteln schnell und unkontrolliert zu essen. Betroffene hören erst auf, wenn sie ein Scham-Gefühl entwickeln. Die Erkrankung kann durch häufiges Diätverhalten, niedriges Selbstwertgefühl, familiäre Einflüsse oder auch innere Leere entstehen. Folgen sind beispielsweise Stoffwechselstörungen, Übergewicht, aber auch Depressionen, Diabetes und soziales Abgrenzen von anderen. 

Borderline Persönlichkeitsstörung
Durch ein oder mehrere traumatische Erlebnisse in der Kindheit entwickeln sich kurz danach die ersten Symptome. Persönlichkeitsstörungen, starke Stimmungsschwankungen und ein geringeres Schmerzempfinden können als Anzeichen auftreten. Betroffene haben zudem große Angst verlassen zu werden und fühlen sich leer.

Das versuchen sie mit Selbstverletzung und anderen riskanten Aktivitäten zu lindern. Oft werden diese Phasen mit dem Alter geringer. Dafür treten dann aber häufig andere psychische Erkrankungen auf.

Schizophrenie
Es entstehen verschiedene Wahnvorstellungen. Man hört Stimmen oder auch Befehle. Manche haben sogar das Gefühl, sich selbst zu verlieren. Schizophrenie kommt entweder schubweise oder chronisch vor. Schübe halten mehrere Wochen oder Monate an und verschwinden dann wieder. Manchmal klingen sie in der Zwischenzeit ab, bevor sie wieder verstärkt zurückkommen. Die Ursachen für eine Schizophrenie können wie bei anderen psychischen Erkrankungen durch nicht verarbeitete Traumata kommen. Hier kann es aber auch sein, dass sie von Fehlkommunikationen der Informationsweiterleitung im Gehirn kommen können. Vor allem Halluzinationen und Wahnvorstellungen lassen sich davon ableiten.

 


Stammzellenspende

Alle 15 Minuten erhält in Deutschland ein Patient die Diagnose Blutkrebs. Unter den Betroffenen sind zahlreiche Kinder und Jugendliche. Viele benötigen eine Stammzellenspende.
Blutkrebs ist eine Erkrankung des Knochenmarks bzw. des blutbildenden Systems. Die Blutbildung wird durch die bösartigen Blutzellen gestört. Diese Krebszellen hindern das Blut daran, seine lebenswichtigen Aufgaben auszuführen. Infektionen können nicht mehr bekämpft werden, Sauerstoff nicht mehr transportiert oder Blutungen gestoppt werden.

Jeder im Alter zwischen 17 und 55 Jahren, der bei guter Gesundheit ist, kann als potenzieller Stammzellenspender registriert werden. Spenden kann man ab 18 Jahren. Wie für die Blutspende sollte man mindestens 50 kg schwer sein. Für die Registrierung benötigt man einen Wangenabstrich, der die Gewebemerkmale bestimmt. Zeigen diese eine Übereinstimmung mit einem Patienten, folgen weitere Tests. Die Stammzellen befinden sich in hoher Anzahl im Knochenmark des Beckenkamms. Es gibt zwei verschiedene Verfahren die Stammzellen zu spenden:

Die periphere Stammzellenentnahme (wird in 80 Prozent angewandt)
Über 5 Tage wird dem Spender der Wachstumsfaktor G-CSF verabreicht, dieser ist auch im natürlichen Zustand im Körper vorhanden. Dieses Medikament steigert lediglich die Anzahl der Stammzellen im Blut, die dann über ein spezielles Verfahren direkt aus dem Körper gewonnen werden. Während der Gabe des Medikaments können grippeähnliche Symptome auftreten, es ist aber kein stationärer Aufenthalt notwendig. Der Spender wird an einen Zellseparator angeschlossen, eine Dialyse verläuft ähnlich. Aus einem Arm wird das Blut durch einen intravenösen Zugang entnommen. Im Zellseparator werden die Zellen herausgefiltert und anschließend kommt das Blut am anderen Arm, ebenfalls durch einen intravenösen Zugang, zurück zum Körper. Die Spende an sich dauert ungefähr vier Stunden und nur in seltenen Fällen ist eine Nachspende am Folgetag notwendig. Das Verfahren wird seit 25 Jahren so angewandt und bisher sind noch keine Langzeitnebenwirkungen durch die Forschung bekannt.

Die Knochenmarkentnahme (wird in 20 Prozent angewandt)
Bei dieser Methode werden dem Spender unter Vollnarkose aus dem Beckenkamm ca. 5 Prozent seines Knochenmarks entnommen. Nach der Entnahme können für ein paar Tage lokale Wundschmerzen auftreten, diese sind so ähnlich wie die Schmerzen nach einer Prellung. Der Spender bleibt nach der Entnahme noch 2 bis 3 Tage im Krankenhaus. Das Knochenmark hat sich dann nach ein paar Wochen wieder selbstständig regeneriert. Diese Methode ist im Wesentlichen nicht schädlich für den Körper. Es besteht lediglich das Narkoserisiko.

Nach einer Spende ist man für zwei Jahre gesperrt. Registrieren kann man sich bei der DKMS.


Allergien - Teil 3

Unterschied zwischen Allergie und Corona
Bei einigen Symptomen denken Betroffene in der aktuellen Zeit vielleicht eher an eine Corona-Infektion. Ähnliche Symptome zu Allergien sind beispielsweise ein trockener Husten, Kopfschmerzen und Schnupfen. Allergiker klagen jedoch auch über Niesreize, juckende und tränende Augen. Das kommt bei Corona-Infekten eigentlich nicht vor. Zusätzlich setzten Allergien spontan ein, wenn man beispielsweise mit einer Pollernallergie spazieren geht. Wenn man an Corona erkrankt ist, leidet man den ganzen Tag darunter. Menschen, die sich unschlüssig sind, ob sie nun eine Allergie gegen etwas entwickelt haben oder an Corona erkrankt sind, sollten sich gegen beides testen lassen.

Die Masken, die wir zurzeit tragen, könnten für Allergiker einen Vorteil haben. Ihre Filterwirkung kann nicht nur Viren vom Eindringen in die Atemwege abhalten, sondern auch den direkten Kontakt von Pollen mit Mund und Nase verhindern. Blütenpollen weisen auch in der Regel einen größeren Durchmesser als Aerosolpartikel auf, das bedeutet, sie kommen nicht so leicht durch die Maske hindurch. Da die Augen aber nicht bedeckt sind, können allergische Reaktion nach wie vor auftreten.  Nach aktuellem Stand der Wissenschaft besteht für Allergiker auch kein erhöhtes Risiko für eine Corona-Infektion oder für einen schwereren Verlauf. Lediglich Allergiker mit geschwächten Atemwegen, beispielsweise durch eine chronische Nebenhöhlenentzündung oder Bronchialasthma, könnten anfälliger sein.

Kann man sich als Allergiker gegen COVID-19 Impfen?
Generell gibt es bei Menschen mit allergischen Erkrankungen kein erhöhtes Risiko von unerwünschten Nebenwirkungen durch die Corona-Impfung. Somit können sich die meisten Betroffenen mit beispielsweise Allergien gegen Lebensmittel oder Heuschnupfen, impfen lassen. Allergiker, die in der Vergangenheit schonmal einen anaphylaktischen Schock oder andere schwere allergische Reaktionen auf Impfstoffe und weiteres gehabt haben, sollten nicht geimpft werden. Daher macht es Sinn, sich bei seinem Hausarzt trotzdem zu informieren. Grundsätzlich wird jeder nach dem Impfen zur Sicherheit 15 Minuten lang beobachtet, um bei einer sofortigen allergischen Reaktion behandelt zu werden. Allergiker sollten etwas länger beobachtet werden.

Allergien - Teil 2

Interessanterweise ist der Zuwachs an Allergien nicht überall gleichmäßig, sondern steht in starker Abhängigkeit von Lebensraum und Lebensart. Allergien wie beispielsweise Heuschnupfen sind in ländlichen Gegenden oder Entwicklungsländern deutlich weniger ausgeprägt als in Industrieländern wie zum Beispiel Deutschland. Es wurde von Forschern bestätigt, dass eine gesunde und möglichst naturbelassene Ernährung und Umgebung das Immunsystem unterstützt. Wenn man als Kind mehr Kontakt mit der Natur und Tieren hat, kann sich das positiv darauf auswirken, dass wir weniger Allergien entwickeln. Darüber hinaus zeichnet sich ab, dass Infektionen in den ersten Lebensjahren dem Auftreten von Allergien entgegenwirken. Beim Aufwachsen in beispielsweise Entwicklungsländern, deren Umwelt unter unterdurchschnittlichen hygienischen Bedingungen steht, treten weniger allergische Reaktionen auf. Es gibt sehr viele verschiedene Allergie Arten.

Heuschnupfen/Pollenallergie
Betroffenen sind gegen die Pollen von Pflanzen und kleine Blütenbestandteile von Gräsern, Bäumen und Kräutern allergisch. Die Allergie tritt häufiger in den Monaten zwischen Februar bis August auf.  Um den Kontakt mit Pollen zu vermeiden, sollte man nicht direkt neben Wiesen und Feldern spazieren gehen. Bei warmem, trockenem und windigem Wetter sollte man lange Aufenthalte im Freien umgehen und die Fenster möglichst geschlossen haben.

Hausstauballergie
Verantwortlich für diese Allergie-Art sind Hausstaubmilben. Es handelt sich um eine ganzjährige Allergie, die meist nachts, beim Aufwachen oder beim Bettenmachen auftritt. Betroffene sollten Zimmer regelmäßig lüften und Dinge wie Bettwäsche… häufig waschen. Außerdem sollte man am besten auf viele Teppiche, Gardinen… verzichten. Generell sollten in der Wohnung nicht zu viele „Staubfänger“ stehen.

Tierhaarallergie
Die Allergene des Hundes sind in der Regel nicht so aggressiv wie die von Katzen und bleiben auch nicht so lange in der Luft der Umgebung. Am besten sollte man bei solch einer Allergie auf das jeweilige Tier verzichten. Mittlerweile gibt es schon spezielle Rassen die für Allergiker geeignet sind.

Lebensmittelallergie
Jedes Nahrungsmittel kann ein potenzielles Allergen sein. Natürlich sollte man auf dieses verzichten. Bei einer Unverträglichkeit, zum Beispiel gegen Gluten oder Laktose, handelt es sich nicht - wie bei einer Allergie - um eine Überreaktion des Immunsystems.

Kreuzallergie
Allergiker reagieren häufig nicht nur auf ein bestimmtes Allergen, sondern auch auf ähnliche. Das sind dann Stoffe, die biologisch oder chemisch sehr ähnlich sind. Betroffene einer Pollenallergie haben dann unter anderem vielleicht eine Nussallergie.

 

Allergien - Teil 1
Im Frühling machen sich, durch den Pollenflug, wieder einige Allergien bemerkbar. In Deutschland leidet fast jeder fünfte unter einer Allergie. Das Immunsystem schützt uns eigentlich vor Krankheiten. Bei einer Allergie erkennt es aber den Unterschied zwischen gefährlichen oder ungefährlichen Fremdstoffen nicht mehr und entwickelt Abwehrkräfte dagegen. Durch diese Abwehrkräfte entwickeln wir diese allergischen Reaktionen auf einen Fremdstoff. Symptome wie geschwollene Schleimhäute, Juckreiz, Atemnot oder sogar ein Kreislaufzusammenbruch sind mögliche Folgen dieser Immunreaktion. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem anaphylaktischen Schock, der lebensbedrohlich ist. 

Eine Allergie kann erst entstehen, wenn man schon mal in Kontakt mit dem Fremdstoff war. Beim Erstkontakt zeigt sich aber noch keine allergische Reaktion. Symptome treten erst bei einem weiteren Kontakt auf, wenn das Immunsystem dann Abwehrkräfte gegen diesen Fremdstoff entwickelt. Diesen Prozess, bei dem das Immunsystem den Fremdstoff erstmalig erkennt und als „bedrohlich“ bewertet, nennt man Sensibilisierung. Die Ursache, warum das Immunsystem für unseren Körper ungefährliche Substanzen als bedrohlich einstuft, wird noch erforscht.  
Allergien kann man in verschiedene Typen einteilen, abhängig vom Mechanismus der Immunreaktion und wie lange es nach dem Kontakt mit dem Allergen dauert, bis die ersten Symptome auftreten. Es gibt folgende vier Allergietypen:

Typ 1: Soforttyp
Symptome treten hier innerhalb weniger Minuten oder sogar Sekunden auf, spätestens nach einer halben Stunde. Die Antikörper, die vom Körper gegen einen Stoff gebildet werden, sorgen für eine akute Entzündungsreaktion, wenn wir damit in Kontakt kommen. Typische Beispiele für diesen Typ sind Pollen-, Tierhaar-, oder Insektengiftallergien.

Typ 2: Zytotoxischer Typ
Der Körper bildet Antikörper gegen allergieauslösende Stoffe, die sich auf der Oberfläche von Geweben und Zellen befinden. Die Reaktionszeit des Körpers auf die Ausschüttung dieser Antikörper beträgt zwischen sechs und zwölf Stunden. Allergische Reaktionen betreffen nur die Zellen oder das Gewebe, das die allergieauslösenden Stoffe auf der Oberfläche tragen. Dieser Allergietyp kann beispielsweise nach Bluttransfusionen auftreten.

Typ 3: Immunkomplex-Typ
Die Symptome treten ebenfalls zwischen sechs und zwölf Stunden auf. Anders als bei Typ 2 werden hier Immun-Komplexe gebildet. Das sind Verbindungen aus Antigenen und Antikörpern. Normalerweise ist die Immunabwehr dafür zuständig, diese Immun-Komplexe zu beseitigen. Passiert das nicht, kommt es durch Ablagerungen der Immun-Komplexe zu Krankheiten. Typ 3 Allergien können so zum Beispiel entzündliche Gefäßerkrankungen auslösen.

Typ 4: Spättyp
Diese Allergieform wird als Spättyp bezeichnet, weil die Beschwerden frühestens nach zwölf Stunden auftreten. Normalerweise entstehen sie erst nach bis zu drei Tagen. Typisch für diesen Typ sind die Nickelallergie oder das Arzneimittelexanthem.


Kopfschmerzen - welche Arten gibt es und wie entstehen sie?

Durch die warmen Temperaturen freut man sich schon auf den Frühling, bei diesem Temperaturwechsel kann es aber auch öfter mal zu Kopfschmerzen kommen. Wie genau der Schmerz entsteht, weiß man noch nicht genau. Das Gehirn selbst hat keine Schmerzsensoren und ist somit nicht schmerzempfindlich. Die Kopfschmerzen stammen von den Hirnhäuten, aber wie genau sie entstehen, ist noch nicht komplett erforscht.
Es gibt über 180 verschiedene Arten von Kopfschmerzen. Generell werden sie unterschieden in primär und sekundär. Wenn es sich bei den Kopfschmerzen um ein eigenständiges Krankheitsbild handelt, spricht man von primären Schmerzen. Diese können durch zu viel Stress, Flüssigkeitsmangel, zu viel Bildschirmarbeit…. kommen.  Sekundäre Schmerzen entstehen mit einer anderen Krankheit, die meistens schlimmer ist als die Kopfschmerzen selbst. Krankheiten können z.b. Erkältungen, Kopfverletzungen, Bluthochdruck... sein. Wetterfühlige Menschen können bei starkem Temperaturwechsel ebenfalls Kopfschmerzen bekommen. Bei den drei häufigsten Kopfschmerzen handelt es sich um folgende:

Spannungskopfschmerzen
Bei dieser Art hat man einen dumpfen, drückenden oder ziehenden Schmerz, der sich über den ganzen Kopf ziehen kann. Diese Kopfschmerzen gehen vermutlich auf eine gestörte Schmerzhemmung zurück und halten zwischen einer halben Stunde und wenigen Tagen an. Meistens sind es nur leichte bis mittelschwere Schmerzen, bei denen oft ein bisschen frische Luft für Besserung sorgt. Sport schadet hier auch nicht.

Migräne
Sport und zu viel Bewegung sollte vermieden werden, dadurch werden die Schmerzen überhaupt nicht besser. Am besten hilft Ruhe und Dunkelheit. Der Schmerz pocht und pulsiert einseitig, meist an den Schläfen oder hinter den Augen. Die Migräne ist oft von Übelkeit und Erbrechen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit begleitet. In der Regel dauert ein einzelner Migränefall zwischen 4 und 72 Stunden.

Cluster-Kopfschmerzen
Hierbei handelt es sich um sehr starke primäre Schmerzen, die sich einseitig vom Augenbereich bis zur Schläfe ziehen. Oft kommen tränende Augen, Schweiß an der Stirn und eine verstopfte Nase als Begleiterscheinung mit hinzu. Cluster-Kopfschmerzen treten oft mehrmals am Tag auf und halten zwischen 15 Minuten und drei Stunden an. Meistens verschwinden die Schmerzen dann wieder für ein paar Monate und kommen dann wieder zurück. Im Allgemeinen treten Cluster-Kopfschmerzen deutlich seltener auf wie Spannungskopfschmerzen und Migräne.

Um primären Kopfschmerzen vorzubeugen, sollte man immer ausreichend Schlaf haben, auf eine gesunde Ernährung achten, viel trinken, Alkohol und Nikotin vermeiden sowie sich regelmäßig bewegen.


Den Ablauf vom Blutspenden kennen viele genau, aber was passiert mit dem Blut danach?

Die Blutkonserven zusammen mit den Teströhrchen werden meistens noch am selben Tag in ein Institut zur Weiterverarbeitung gebracht. Im Labor wird das Blut zuerst auf Infektions- und Geschlechtskrankheiten getestet, da für die Transfusion das Blut natürlich frei von Krankheitserreger sein muss. Die Tests werden unter höchsten Sicherheitsmaßnahmen in den Laboren durchgeführt. Bei Erstspendern findet noch eine Bestimmung der Blutgruppe und des Rhesusfaktors statt. Nach einer Vollblutspende wird dann das Blut in Rote Blutkörperchen, Blutplasma und Blutplättchen aufgeteilt, dadurch erhält der Patient nur den Teil des Blutes, den er für seinen Heilungsprozess braucht. Diese werden dann wieder zu Blutkonserven verarbeitet. Die drei verschiedenen Blutbestandteile halten unterschiedlich lang. Durch die begrenzte Haltbarkeit - Rote Blutkörperchen: bis zu 49 Tage, Blutplasma: bis zu 3 Jahre, Blutplättchen: bis zu 4 Tage - werden die Blutkonserven so schnell wie möglich zu den Krankenhäusern, etc. … gebracht, wo sie benötigt werden.
Zur Sicherheit findet vor der Transfusion eine Kreuzprobe mit dem Blut des Patienten statt. Das Blut des Spenders muss mit dem des Empfängers zusammenpassen, ansonsten verklumpt es bei einer Bluttransfusion, was sehr gefährlich ist.

Blutgruppe:       Kann für folgende Blutgruppe verwendet werden:
A+                        A+,AB+
A-                         A+,A-,AB+,AB-
B+                        B+,AB+
B-                         B+,B-,AB+,AB-
AB+                      AB+
AB-                       AB+,AB-
0+                         A+,B+,AB+,0+
0-                          A+,A-,B+,B-,AB+,AB-,0+,0-
Menschen mit der Blutgruppe 0 und dem Rhesusfaktor negativ sind Universalspender. Ihre Spende kann für jede Blutgruppe verwendet werden.

Blutspenden sind sehr wichtig. In Deutschland werden täglich 15.000 Blutspenden für die Versorgung von Kranken und Verletzten benötigt. Dadurch haben viele Patienten überhaupt erst eine Überlebenschance, zum Beispiel nach einem Unfall, im Rahmen einer Krebstherapie, bei Operationen, usw. Auch zu Corona-Zeiten ist es wichtig Blutspendetermine wahr zu nehmen. Viele Patienten mit Erkrankungen und Verletzungen müssen weiterhin versorgt werden und da die Blutpräparate nicht lange haltbar sind, werden dauerhaft Blutspenden benötigt.

Es gibt verschiedene Arten von Blutspenden, bei denen unterschiedliche Bestandteile vom Blut gespendet werden. Bei unseren Blutspende Terminen werden nur Vollblutspenden durchgeführt.

  • Vollblutspende
    Hier wird das ganze Blut gespendet und nach der Blutspende in Erythrozyten, Thrombozyten und Blutplasma aufgeteilt. Diese Spende wird auch von Erstspendern eigentlich immer problemlos vertragen. Durch die Vollblutspende kann bis zu drei Menschen geholfen werden, weil dem Empfänger die benötigten Bestandteile des Blutes gegeben werden. Über die Armvene werden in 5-10 Minuten ungefähr 500ml abgenommen. 
  • Thrombozytenspende
    Bei dieser Blutspende werden die Blutbestandteile neben der Spenderliege mit Zellseparatoren aufgeteilt. Es werden nur die Thrombozyten gebraucht. Die restlichen Bestandteile bekommt man während der Spende wieder zurück. Diese Spende dauert 60-90 Minuten. Diese Spende ist eigentlich schonend für den Körper, da nur die entnommenen Thrombozyten ersetzt werden müssen. Man sollte aber vor dieser Spende schon an Vollblutspenden teilgenommen haben. Diese Spende kann nur in speziell stationären Spendezentren erfolgen.
  • Plasmaspende
    Die Plasmaspende funktioniert wie die Thrombozytenspende. Hier handelt es sich um das Blutplasma das dem Körper komplett entnommen wird, die restlichen Blutbestandteile erhält man wieder zurück. Es dauert zwischen 45 und 60 Minuten und kann ebenfalls nur in speziell stationären Spendezentren erfolgen.

 


Es gibt einige erstaunliche Fakten über unseren Körper

  • Wir atmen 900 Mal in der Stunde
  • 20 bis 60 Sekunden braucht das Blut, um einmal durch den Körper zu fließen
  • Der Steigbügelmuskel im Ohr ist in unserem Körper mit nur drei Millimeter, der kleinste Muskel.
  • Der Aufbau des linken Lungenflügels ist ein bisschen anders als der des rechten, denn dort befindet sich das Herz.
  • Egal, wie stark wir ausatmen, unsere Lungen behalten immer 1 Liter Luft in den Atemwegen. 
  • Da das menschliche Herz einen eigenen elektrischen Impuls hat, kann es auch außerhalb des Körpers schlagen.
  • Die Blutgruppe 0 ist die am häufigsten vertretene auf der Welt.
  • Ein menschlicher Nieser hat eine Geschwindigkeit von über 150 km/h.
  • Der Zustand, dass die Finger aufquellen, wenn sie zu lange unter Wasser waren, ist eine evolutionär entwickelte Reaktion des Nervensystems. Der Körper erkennt, dass er sich längere Zeit im Wasser aufhält und versucht durch das Aufquellen, bei feuchten Bedingungen mehr Haftung zu erhalten.
  • Spendet man einen Teil seiner Leber, wächst der fehlende Teil wieder nach.
  • Ab einer Wassertiefe von circa zehn Metern gibt es kein rotes Licht mehr. Blut erscheint deshalb in dieser Tiefe grün.
  • Nervenimpulse, die vom Gehirn ausgehen, haben eine Geschwindigkeit von bis zu 360km/h.
  • Wenn man niest, halten alle Körperfunktionen für diesen Moment an- auch das Herz.
  • Ohne Zellen und Proteine hat unser Blut genau den gleichen Aufbau wie Meerwasser.
  • Wenn man das Niesen unterdrückt, könnten dabei Blutgefäße im Kopf oder Hals reißen.
  • Wenn eine Person weint und die erste Träne aus dem rechten Auge kommt, ist es aus Fröhlichkeit. Kommt die erste Träne aus dem linken Auge ist es aus Schmerz.


Zu Zeiten von Corona sollte noch mehr auf die Gesundheit geachtet werden. Gerade im Winter wird einiges vernachlässigt. Die folgenden Punkte sind besonderes wichtig zu befolgen:

1. Genug trinken
Es ist wichtig, genug zu trinken, da unser Körper mit ausreichend Flüssigkeit Krankheitserreger besser bekämpfen kann. Deshalb sollten wir, auch wenn wir krank sind, immer genug trinken.

2. Regelmäßig lüften
In den geheizten Häusern ist oftmals eine sehr trockene Luft, in der sich Viren sehr wohl fühlen und schneller verbreiten. Dadurch ist es wichtig, oft genug am Tag ein paar Minuten durchzulüften. Außerdem kurbelt die frische Luft den Stoffwechsel an und stärkt auch unsere Abwehrkräfte.

3. Genug Bewegung
Durch einen Spaziergang bekommt man frische Luft und die Bewegung ist sehr wichtig für den Körper. Im Winter hat man nicht immer genug Motivation, um nach draußen zu gehen und sich zu bewegen. Dabei ist Bewegung sehr wichtig. Unsere Muskulatur und unser Immunsystem werden gestärkt. Außerdem verbessert sich die Durchblutung durch die Bewegung. Je nachdem, wie kalt es draußen ist, sollte man sich aber warm genug anziehen. Sport bei Minusgraden ist nicht unbedingt gefährlich, wenn man gesund ist. Bei einer Erkältung oder Herzkrankheiten könnte die Kälte aber gefährlich werden.

4. Vitamine
Es ist wichtig, im Winter genug Vitamine und Mineralien zu sich zu nehmen. Sie erhalten unsere Abwehrkräfte. Daher sollte man besonders Salate, Gemüsen sowie Obst, aber auch Fisch, Fleisch und Getreide zu sich nehmen.
Wenn die Sonne scheint, sollte man Zeit draußen verbringen, um sein Vitamin D-Haushalt aufzufrischen.

Interessant zu wissen
Grundsätzlich kommt es immer erst dann zu einer Infektionskrankheit, wenn die Erreger in der Lage sind, das Immunsystem des „Empfängers“ zu überwinden. Deshalb gilt: Je schwächer die Immunabwehr, desto höher das Risiko, sich zu infizieren. Aber auch stärkere Immunsysteme können bei einem aggressiveren Erreger überfordert sein, sodass auch hier ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht.